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2019 mitgliederstatistik grafik

• WLSB fördert seine Vereine 2019 mit etwa 8,6 Millionen Euro für Neubauten und Sanierungen
• In den Sportkreis Ravensburg fließen in diesem Jahr 347 670 Euro für 22 Bauprojekte

2 079 027 Millionen Mitglieder treiben in den 5682 Vereinen in Würt-temberg Sport. Das sind so viele wie noch nie und ein Beleg dafür, dass das Angebot der Sportvereine attraktiver denn je ist. Damit sie auch künftig im Vergleich mit anderen Sportanbietern überzeugen können, brauchen sie aber moderne, funktionale und vor allem aus-reichend verfügbare Sportstätten.


Im vergangenen Jahr hat der WLSB deshalb 400 Vereine beim Neu-bau oder der Modernisierung vorhandener Sportstätten unterstützt. Das Investitionsvolumen der insgesamt 459 geförderten Bauprojekte umfasste über 64 Millionen Euro. Die Bandbreite reichte dabei vom Neubau eines Sportvereinszentrums über die energetische Sanierung von Umkleideräumen bis hin zur Modernisierung technischer Anlagen wie Heizungen oder Flutlichtanlagen. Der WLSB bewilligte dafür ins-gesamt 8 591 890 Euro und damit etwa 600 000 Euro mehr als im Jahr zuvor.


Für WLSB-Hauptgeschäftsführer Heinz Mörbe ist diese erfreuliche Entwicklung auf den dritten Solidarpakt für die Zeit zwischen 2017 und 2021 zurückzuführen. „Die zusätzlichen Mittel durch den Solidar-pakt III wirken. Das ist sehr positiv", sagt Mörbe. Allerdings mache den Sportvereinen auch der bislang ungebremste Boom im Bauge-werbe zu schaffen: „Dadurch sind die Preise erheblich gestiegen und das frisst das Mehr an Zuschüssen schlichtweg wieder auf. Teilweise sogar noch mehr", erklärt Heinz Mörbe.
Bei den 311 Vereinen im Sportkreis Ravensburg wurden 22 Bau-maßnahmen von 20 Vereinen bezuschusst. Das Investitionsvolumen betrug etwa 2,2 Millionen Euro, die Höhe der Zuschüsse lag bei 347 670 Euro. Größtes Projekt war der Anbau eines Gymnastikraums durch die Sportgemeinde Niederwangen an die örtliche Mehrzweck-halle. Es schlug mit 433 000 Euro zu Buche und wurde mit 33 050 Euro gefördert. Für die Verlegung seines Vereinsgeländes muss der TC Wolfegg 344 590 Euro aufbringen und erhält dafür vom WLSB einen Zuschuss über 47 180 Euro.


Die von WLSB-Hauptgeschäftsführer Heinz Mörbe angeführten Preissteigerungen am Bau belegen auch die Zahlen des Statistischen Landesamtes. Seit 2015, als der Solidarpakt III zwischen der Landes-regierung und den Sportorganisationen im Land ausgehandelt wurde, sind die Baukosten um 14 Prozent gestiegen. Gerade in den letzten beiden Jahren machten sie große Sprünge. Von 2017 auf 2018 er-höhten sie sich um fünf Prozent, von 2018 auf 2019 um weitere vier Prozent.
„Angesichts dieses gewaltigen Anstiegs dürfen wir im Solidarpakt IV nicht hinter den Solidarpakt III zurückfallen", bekräftigt Mörbe. Vor allem warnt er davor, dass die seinerzeit vereinbarte Aufstockung der Sportstättenbauförderung über vier Millionen Euro nun zu Projektmit-teln umdeklariert wird, um Kunstrasenplätze sanieren zu können. Das hatte vor den Sommerferien Kultus- und Sportministerin Susanne Eisenmann ins Spiel gebracht.

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